Coming home for Christmas

Es ist ja allseits bekannt, dass Weihnachten mehrere Gesichter hat. Zum einen gibt es da den lieben Santa Claus, der zwar immer mehr mit Coca Cola assoziiert wird, aber tatsächlich ein Heiliger war und im 4. Jahrhundert nach Christus gelebt hat. Mittlerweile ist er zur Personifikation für Konsum geworden und kümmert sich darum, dass die Geschenke überall rechtzeitig ankommen. Er steht also auch für all den Trubel, der noch vor dem Weihnachtsfest stattfindet: Die Wochen vor dem heiligen Abend sind geprägt von überfüllten Kaufhäusern, regem Treiben auf den Christkindlmärkten und sich tummelnden Touristen, die sich von der heimischen Weihnachtsstimmung verzaubern lassen wollen. Es scheint also, als bräuchte es diese stressige Vorbereitungszeit, damit sich die Ruhe nach dem Sturm ausbreiten kann und am 24.12 in alle Haushalte kehrt.

Ein anderes Gesicht, das sich in anderem Gewand kleidet und sich mehr auf die Besinnlichkeit fokussiert, ist das Christkind. Dadurch, dass es erst am heiligen Abend gesichtet wird, muss es sich nicht mit den ganzen aufwendigen Vorbereitungen auseinandersetzen und genießt stattdessen einfach die Feiertage mit der ganzen Familie. Vor allem in den letzten Tagen vor Weihnachten sollten wir die Einstellung des Christkinds verinnerlichen und uns überlegen, worum es denn eigentlich geht. Weihnachten ist die besinnlichste Zeit des Jahres, aber was bedeutet das?

Wie das Wort schon verrät, handelt es sich um eine sehr sensuelle Erfahrung: In der Luft liegt der Duft von frisch gebackenen Keksen während man romantische, oder fast schon rührselige Weihnachtsmusik hört. Nach getaner Arbeit lässt man sich vom Knistern des Kamins berieseln und sehnt sich schon voller Vorfreude nach dem deliziösen Festmahl am Heiligabend.

All I want for Christmas is you

Aber Besinnlichkeit definiert sich auch durch eine gewisse Form der Achtsamkeit. Diese Art der Bewusstwerdung fragt sich, worauf es im Leben tatsächlich ankommt und findet nach reichlicher Überlegung heraus, dass wir ohne unsere Familie, unsere Freunde und Liebsten kein erfülltes Leben hätten. Das heißt also, dass es sich bei Weihnachten auch um ein Fest der Beziehungen handelt. All jene, die über das Jahr lang im Ausland arbeiten oder studieren, kommen für die Festtage nach Hause, um wieder Zeit mit der Familie zu verbringen. Man trifft alte Freunde, die man schon lange nicht mehr gesehen hat und schwelgt in guten alten Zeiten. Also nützen wir diese feierliche Zeit des Jahres, um unsere Liebsten zu verwöhnen und ihnen zu zeigen, wie wichtig sie uns sind! Dazu braucht es nicht immer Deluxe Geschenke im dreistelligen Bereich. Manchmal reicht es auch, gemeinsame Zeit miteinander zu verbringen und dem Gegenüber diejenige Aufmerksamkeit zu schenken, für die unter dem Jahr oft zu wenig Zeit über ist!

DIY-Weihnachtstipps

Auf geht’s, schmücken wir also unsere eigenen vier Wände mit Lichterketten und dekorieren wir die Tische mit weihnachtlichen Elementen – von Rentierkerzen und Engelshaar bis hin zu Weihnachtssternen gibt es mittlerweile für jeden Geschmack das Passende. Mit den kreativen Kindern kann man gemeinsam Orangen mit Nelken verzieren, Christbaumschmuck aus Fichtenzapfen und Erdnussschalen basteln oder traditionell Lebkuchen und Kekse verzieren. Wem das zu viel des Guten ist, der kann ja auch puristisch anfangen und einen Weihnachtsbaum in Form von LED-Lichterketten oder alten Büchern basteln.

So kann die Vorbereitungszeit schon genutzt werden, um als Familie gemeinsam die eigene Wohnung in eine wohlige Winter Wunderlandschaft umzugestalten! 

Das gute Leben Elisabeth Guggi